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Smokey Mountains - Die brennenden Berge von Manila
 
Das vor allem Menschen in den Entwicklungsländern vielfach unvorstellbar arm sind, ist bekannt. Doch selbst Armut kennt noch eine Steigerung: Jene Familien, die mit ihren Kindern auf und von den Müllhalden leben, die am Rande der Millionenstädte wuchern.
 
Die Müllhalde in Manila-Tondo wurde 1954 eröffnet. Schnell wurde sie zur größten Müllhalde Asiens und erhielt wegen der Schwellbrände und Rauchschwaden den Namen Smokey Mountains, rauchende Berge. Tausende von Menschen lebten hier, im Hafenviertel von Manila, in ärmlichsten Behausungen, die aus Brettern, Pappe und Blechen zusammengezimmert worden sind. Wichtige Ver- und Entsorgungseinrichtungen fehlten.
So wurde Smokey Mountains  zu einem unrühmlichen Wahrzeichen Metro Manilas. Circa 30.000 Menschen lebten auf und von der Müllhalde. Der Müll stinkt zum Himmel, die Müllkippe ist ein Ort, den normalerweise jeder meidet. Dennoch gibt es Menschen, denen die Abfallberge eine art Heimat sind - weil sie so arm sind, dass sie es sich nicht leisten können, woanders zu leben.
Vor Jahren wurde beschlossen, die Deponie zu sarnieren und für die Familien sollte neuer Wohnraum entstehen. Bewaffnete Kommandos räumten die Müllhalde. Die Hütten wurden niedergerissen bzw. in Brand gesetzt, die Familien vertrieben. In den kommenden Jahren wurde der Smokey Mountain zwar abgetragen. Das neu gewonnene Land am Hafen wurde gewinnbringend verkauft, doch die versprochenen Wohnblocks wurden nie fertig gestellt.
Mehr als 2500 Familien wurden in überfüllten ehemaligen Fabrikhallen nur 500 Meter vom "Smokey Mountains" entfernt untergebracht. Die Wohneinheit pro 8 – 10 köpfige Familie ist 12m² groß, ohne sanitäre Einrichtungen oder fließendes Wasser. Im Vergleich zu den Papp- und Wellblechhütten ist dies aber ein großer Luxus. Viele der Müllsammler wanderten auf die Deponie im Stadtteil Payatas ab. Heute hausen rund 3000 Müllmenschen auf dem Gelände der „Smokey Mountains“. In den 80er-Jahren waren es noch 30.000.
Immer mehr der ehemaligen Müllsammler der Smokey Mountains landeten dort, wo auch die Abfälle der philippinischen Hauptstadt seit der Schließung des berüchtigten Müllbergs hin gekarrt wurden: Im Stadtteil Payatas. Die dortige Müllhalde wird auch 2.Smokey Mountains genannt.
Viele Müllsammler errichten ihre Hütten direkt auf den Mülldeponien.
Als Behausung dient der Familie ein Verschlag aus Kartons, flachgeklopften Dosen und in den Dreck gerammten Pfählen, über die Plastik gespannt wird. Wellblech ist dort bereits  Luxus. Wer auf den Smokey Mountains lebt, hat keine andere Wahl mehr.
     
 
In diesen erbärmlichem Unterkünften vegetieren diese Menschen an der Armutsgrenze und hungern oftmals, weil trotz der schweren Arbeit das Geld zumeist gerade mal für eine einzige Mahlzeit am Tag reicht. Eine ethnische Verantwortung scheint nicht mehr zu existieren und gerade hier auf Smokey Mountains hat durch die hohe Sterbensrate unter Kleinkindern der Nachwuchs kaum eine echte Lebenschance.
Eine Unterkunft, die kaum drei mal drei Meter groß ist, und der Boden aus Abfällen ist und nur notdürftig mit Kartonpappe ausgelegt, auf denen sie schlafen. Und selbst diese Schlafplätze teilen sie sich noch mit den Ratten.
Die fehlende Hygiene, das Trinkwasserproblem, die Moskitos und natürlich viele gefährliche Gegenstände, die sich im Müll befinden, bilden die Voraussetzungen für Krankheiten und Verletzungen: Atemwegsprobleme durch bei der Müllverbrennung entstehende Dämpfe und Gase, Unter-, Mangel und Fehlernährung, Diabetes, Dengue-Fieber ,Pilzerkrankungen, Tuberkulose, Blutvergiftungen und Abszesse, die durch offene Wunden hervorgerufen werden.
Die Suche nach recyclebaren Materialien wie Plastik, Papier, Glas, Holz, Aluminium u.a. zieht die Menschen auf den Müllberg. Mit bloßen Händen wird sogar nach Essensresten gesucht. Scavenger, Aasfresser, werden die Menschen genannt, die diese Arbeit unter härtesten Bedingungen auf den Müllbergen verrichten. Der Abfall ist die Lebensgrundlage der Scavengers.
Mit Eisenhaken oder bloßen Händen wühlen sie im Abfall. Auf der Suche nach Metall, Glas oder Plastik stürzen sich die Menschen auf jeden neuen Kipplaster, der die Einfahrt passiert. Über 30.000 Filipinos leben auf dem zweiten Smokey Mountains im Slumbezirk Payatas — vom Müll und im Müll.
Soweit das Auge blickt nichts als Müll, Gestank und Elend. Dazwischen unzählige Kinder, die im Müll wühlen auf der Suche nach Essensresten sowie Plastik-, Eisen- und Kupferresten, die sie für ein paar Cent verkaufen können. Nur so können sie überleben.
Aber sie leben von dem, was andere wegschmeißen. Die Abfallberge sind zu ihrer Heimat geworden. Hier können sie gerade so viel Geld verdienen, dass es zum Überleben reicht. Viele Kinder werden von ihren Eltern gezwungenermaßen auf die verseuchten Halden geschickt, damit es wenigstens für eine Mahlzeit am Tag reicht.

Der Junk-Shop ist die Anlaufstelle für die Müllsammler.Die Fundsachen werden anschließend sortiert, in Säcke verpackt und an Zwischenhändler, die "Junk-Shops" betreiben, verkauft. Von diesen Sammelstellen gelangt das Material durch die Hände weiterer Großhändler in die Fabriken zum Recycling.

Ein "Abfallsyndikat" zieht die Fäden im Hintergrund und organisiert, für einen Außenstehenden nicht erkennbar, das Chaos, das um die im Minutentakt eintreffenden Mülllastwagen herrscht.

Die Verteilung der "Sammelrechte" für bestimmte Materialien wird  bei jedem ankommenden LKW (in Payatas täglich über 500) neu geregelt. Schließlich lässt sich mit der Armut der Müllmenschen auch noch Geld verdienen: Für die Genehmigung, in Paytas nach verwertbaren Abfällen zu suchen, muss sogar eine Gebühr entrichtet werden, die meist einem ganzen Tageslohn entspricht.
Regierung und Abfallwirtschaft profitieren von der Arbeit der Scavenger und haben deshalb wenig Interesse, die bestehenden Verhältnisse zu ändern.
 
Eine endlose Reihe von Mülllastern quält sich durch kleine kurvige Straßen in Richtung der städtischen Müllkippe. Die Leute rennen auf die Lastwagen zu, die Jumper, die Springer, stehen schon bereit. Fährt ein Wagen vorbei, klettern sie blitzschnell auf die Ladefläche, um die kostbarsten Abfallstücke noch vor den anderen zu ergattern.
Im Minutentakt kommen die Laster mit Nachschub, mehr als 30 je Stunde, mehr als 500 je Tag. Tausende Menschen leben und arbeiten in dem Müll-Inferno von Payatas. Es sind fast dreimal so viele wie ehemals auf den Smokey Mountains in Manila-Tondo.
Sobald die Müllfahrzeuge ihre Ladung abkippen, fallen Horden von Müllsammlern über den Müll her, wie die Geier über einen Kadaver. Es ist ein unmögliches Gedrängel. Jeder stochert und drängt danach, als erster Blechdosen, Metallteile, Flaschen, Plastik oder Kartons zu ergattern.

Wenn Kinder auf dem Müll leben müssen

Auf einer der riesigen Müllhalden der Stadt leben und überleben zigtausende Menschen. Die Hälfte davon sind Kinder. Und sie alle suchen nach recycelbarem Müll. Dosen, Plastik - alles, was Geld einbringt. Im Minutentakt kommen die Laster mit Nachschub.
Vor allem die Kinder haben unter solchen Umständen immer zu leiden. Welch ein Leben diese Kinder führen, ist an der Sterberate und an der Analphabetik dieser Menschen zu erkennen. Keines der Kinder kann in die Schule gehen, weil die Schule Geld kostet und diese Menschen kein Geld für die Schule haben, es reicht gerade mal für eine Mahlzeit.
 
Die Kinder wühlen im Dreck. Sie suchen kostbares Plastik, Eisen und Essensreste. Nur so können sie überleben. Sie und tausende weitere Müllkinder. Eine Schulbildung bekommen die allerwenigstens von ihnen und haben so kaum eine Chance, die Mülldeponien später verlassen zu können.

Die Alltagsszenen sind für uns kaum vorstellbar: Ein ständiger Strom von Müllwagen karrt seine Fracht zur Kippe von Payatas. Dieser dreckige, stinkende Müll wird bereits sehnsüchtig erwartet von den Familien, die hier leben und arbeiten. Unter ihnen einige tausend Kinder, die ab ihrem 4. Lebensjahr zum Lebensunterhalt ihrer Familien beitragen müssen. Sobald die stinkende, faulende Fracht entladen wurde, durchwühlen die Kinder mit bloßen Händen oder mit einem Eisenhaken in der Hand den Müll nach Schätzen. Diese Schätze, wie z. B. Flaschen, Dosen, Plastikabfälle etc. werden verkauft und sichern den Lebensunterhalt. Aber bisweilen suchen sie auch nach dem letzten Happen im Verwesungsbrei, den sie sich dann mit den Ratten teilen müssen. Oftmals haben die Kinder bereits seit 3 oder 4 Tagen nichts mehr gegessen und auf die Frage hin, was sie sich am sehnlichsten wünschen, lautet die einhellige Meinung:

"Eine Mahlzeit am Tag"

So wenig braucht man, um glücklich zu sein!

Dieses Bild wurde von einem der dort lebenden Kindern gemalt. Was sonst sollte es auch malen, wenn es niemals etwas anderes zu sehen bekommt.

Wer misst das Leid dieser entwürdigten Babys, Kinder, Männer und Frauen? Wie ist die Schamlosigkeit der Multis erklärbar, die Ihre Statistiken feiern lassen, während diese Menschen in Lebensumständen vegetieren, die den eigenen Haustieren als unmenschlich nie zugemutet würden?

Das vor allem Menschen in den Entwicklungsländern unvorstellbar arm sind, ist bekannt.

Doch es geht noch schlimmer.
 Denn selbst gegessen wird hier, was der Müllberg an Abfällen hergibt. Wo sich unsereinem vor Ekel der Magen umdrehen würde, stellen diese Bilder dar, wie weit hungernde Menschen bereit sind zu gehen.
Hier essen Kinder im Müll
Für die Müllmenschen sind die Essensreste, die von den Bewohnern Manilas weggeworfen werden, wertvoll. Ihr tägliches Essen besteht zu einem Großteil aus im Müll gefundenen Resten. Scavenger, Aasfresser, werden die Menschen genannt, die diese Arbeit unter härtesten Bedingungen auf den Müllbergen verrichten. Ihre Lebensbedingungen sind dementsprechend schlecht.

Pagpag bezeichnet Mahlzeiten aus Essensresten, die von Müllsammlern auf den Mülldeponien gesammelt und verwertet werden. Die Speisereste werden durch Kochen, Braten, Würzen etc. aufbereitet und selbst verzehrt oder an andere Müllsammler gewerblich weiter verkauft. Wenn Essensreste die das „reiche“ Manila in den Müll wirft, wiederverpackt und wiederverkocht als „Pagpag“ noch 20 Peso kosten, mit der im Schnitt 4 Kinder ernährt werden müssen, können sich Müllsammler auch mal eine Mahlzeit am Tag leisten. Rechts ein "Verkaufsladen" auf der Müllhalde für Mahlzeiten aus Essensresten.

 

Die Betrachtung der Bilder aus Manila lassen uns die fragwürdige Art bewusst werden, wie wir mit unserer Welt umgehen. Zudem wird mit diesen Bildern die Entwürdigung des Menschen deutlich, die nicht zuletzt wiederum durch menschliches handeln, durch uns selbst, mit provoziert wird.

Doch selbst diese Armut kennt noch eine Steigerung:

Durch ein Leben ausschließlich auf der Müllhalde und dem mit Schwermetallen (Blei, Quecksilber), Pestiziden und anderen Umweltgiften völlig verseuchtem Boden. Ein Leben ausschließlich in solch einer verseuchten Umwelt bleibt leider vermutlich auch in dieser Hinsicht nicht ohne Folgen.
Diese Bilder klagen an, setzen Verzweiflung ins Bild, machen Traurigkeit und Hilflosigkeit sichtbar. Sie lassen erahnen, dass wir etwas in dieser Situation zu tun haben, denn Operationen werden in Manila nur durchgeführt, wenn die Eltern dieses auch bezahlen können. Was bedauerlicherweise nie der Fall ist.

Bitte schauen Sie nicht weg ...

...wir tun es auch nicht.

Wir, das sind eine Gruppe Menschen im deutsch/philippinischem Freundschaftsverein Philger e.V. in Oberhausen, die ihre Augen nicht verschließen vor der Not der Menschen in Manila.
Und bedenken Sie...

....jede noch so kleinste Unterstützung lindert große Not !

Schnell ist man geneigt, den Kopf einzuziehen und zu sagen, mein Gott wie soll man da helfen! Unser Geld ist ja nur ein Tropfen auf dem heißen Stein! Weit gefehlt, die Filippinos und Filippinas weisen uns den richtigen Weg:
Für sie nämlich ist dieser Tropfen der Beginn eines großen Regens, denn jedes Kind, das durch Ihre Hilfe die Müllhalde verlassen kann, ist im Nachherein in der Lage, seine gesamte Familie aus dem Elend zu holen. Und darauf kommt es an!

HILFE ZUR SELBSTHILFE!!!

Denn immer weniger Reichen geht es immer besser, während es immer mehr Armen immer schlechter geht. Eine ethnische Verantwortung scheint nicht mehr zu existieren, solange der Rubel rollt. Diese Menschen vegetieren an der Armutsgrenze und hungern oftmals, weil trotz der schweren Arbeit das Geld zumeist gerade mal für eine einzige Mahlzeit am Tag reicht.
Die öffentlichen Trauerbekundungen anlässlich des Todes oder der Krankheiten sogenannter Prominenter verhöhnen das Leid und Elend der vielen Namenlosen, denn gerade hier auf den Müllhalden hat durch die hohe Sterbensrate unter Kleinkindern der Nachwuchs kaum eine echte Lebenschance.
Der Verein Philger e.V. in Oberhausen unterstützt seit bereits 30 Jahren die Müllmenschen in Manila mit Geld für Operationen und bei verschiedenen Projekten unter anderem mit Sachspenden, die dringend vor Ort benötigt werden. Ihre Spenden kommen in voller Höhe den Bedürftigen zugute, da der Verein Philger e.V. projektbezogen arbeitet.

 

Spendenkonto des Vereins Philger e.V. in Oberhausen

Bank im Bistum Essen eG : 

IBAN: DE72360602950076080011     BIC:GENODED1BBE



Seit vielen Jahren verschickt der PHILGER e. V. Hilfsmittel zu den Philippinen: Zum Beispiel Kleidung, Schuhe, Brillen für Kinder und Erwachsene, Computer, Hörgeräte, Schreibmaschinen, Nähmaschinen, Gehhilfen, Musikinstrumente, Schulsachen, Werkzeuge, Spielsachen, Töpfe und Pfannen und auch „Schokoladenpakete“. Natürlich gibt es in diesen Paketen nicht nur Süßigkeiten, sondern auch Schulutensilien und andere nützliche Dinge. Die Schokoladenpakete gehen zu Weihnachten auf die Reise. Sie machen es möglich, dass mitten im Elend das Fest gespürt werden kann.Möchten sie selbst Hilfsmittel dem Verein zur Verfügung stellen,so finden sie rechts den kürzesten Weg zu uns...

Ihr Weg zu uns...

Ihr Abfahrtsort:


Philger e.V.
Reinerstr. 1
46145 Oberhausen

 
©_Andreas_Rybacki